Freitag, 10. Februar 2012

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?


Sichten der mit Tauchboot JAGO geborgenen Proben.
Sichten der mit Tauchboot JAGO geborgenen Proben.
JAGO-Team, GEOMAR
Können Kaltwasserkorallen der Versauerung des Meerwassers standhalten? Eine Langzeitstudie zeigte, dass die am weitesten verbreitete Art Lophelia pertusa entgegen aller Prognosen trotz eines steigenden Kohlendioxidgehalts anscheinend unbehelligt weiterwächst. Dieses überraschende Ergebnis haben Forscher des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) jetzt im Fachmagazin Global Change Biology veröffentlicht. In einer neuen Serie von Experimenten soll untersucht werden, wie die Korallen auf die kombinierte Veränderungen von Kohlendioxidgehalt, Temperatur und Nahrungsmenge reagieren, wie sie als Folge des Klimawandels in den nächsten Jahrzehnten zu erwarten sind.

(Dr. Andreas Villwock, Kommunikation und Medien

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Saure Ozeane verarmen (ZDF Nano)


TaucherVideo
Der Mensch hinterlässt immer tiefere Spuren im Ökosystem Korallenriff 
Mehr Kohlendioxid im Meer schadet Korallenriffen 
Seegräser nehmen überhand, wenn der Kohlendioxidgehalt in den Ozeanen steigt. Sie verdrängen Korallen und damit die Artenvielfalt im Ökosystem Riff.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Korallensterben durch Algen


Bunte Koralle im Ozean

Seegräser sind Giftmischer

Ökologen registrieren seit einigen Jahren ein weltweites Korallensterben. Einer neuen Studie zufolge sind Seegräser zum Teil für deren Niedergang verantwortlich: Sie töten die Nesseltiere mit toxischen Substanzen.
  • http://science.orf.at/stories/1689339/

Freitag, 14. Oktober 2011

Keim aus menschlichen Fäkalien tötet Korallen


Erster Beleg für den Sprung eines Krankheitserregers vom Menschen auf ein wirbelloses Meerestier
Ein Keim aus menschlichen Fäkalien ist schuld an einer verheerenden Krankheit, die seit ein paar Jahren Korallen in der Karibik tötet. Das belegt eine Studie US-amerikanischer Forscher im Fachmagazin "PloS ONE". Das Bakterium Serratia marcescens kann beim Menschen Infektionen der Atemwege, der Blase oder sogar Hirnhautentzündungen hervorrufen. Es steht aber auch schon länger im Verdacht, die sogenannte "White pox"-Krankheit bei Steinkorallen auszulösen. Dass der für die Korallen tödliche Keim aber tatsächlich aus Abwässern des Menschen stammt und nicht von Tieren, haben die Wissenschaftler erst jetzt mittels Gentests und Laborversuchen herausgefunden. 

Anzeichen der White Pox-Krankheit auf einer Steinkoralle
Anzeichen der White Pox-Krankheit auf einer Steinkoralle
© James W. Porter, University of Georgia Anzeichen der White Pox-Krankheit auf einer Steinkoralle
Korallenproben in Aquarien infiziert
Für ihre Laborversuche sammelten die Forscher Teile verschiedener noch gesunder Korallenstöcke von Steinkorallen der Art "Acropora palmata" im östlich von Key West gelegenen Sambo Reef. Die Stücke infizierten sie mit unterschiedlichen Proben des Bakteriums Serratia marcescens. Die Keimproben stammten unter anderem aus menschlichem Abwasser, aus einer korallenfressenden Schneckenart und von erkrankten Korallen. Als Kontrolle impften die Forscher weitere Korallenproben mit dem Darmkeim Escherichia coli.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Abstimmen für Reef Check !

Jetzt für Reef Check e.V. abstimmen - dann schenkt uns die Ing-Diba 1.000 Euro für die Rettung der Riffe




Hallo liebe Fans von Reef Check,

Eure Stimme zählt! Unser Verein Reef Check e.V hat die Chance, 1.000 Euro für unsere Arbeit zu gewinnen. Denn wir machen bei einer großen Vereins-Spendenaktion im Internet mit! Unter dem Motto „DiBaDu und Dein Verein“ spendet die ING-DiBa je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Welche das sind, bestimmen die Internetnutzer mit Ihrer Stimme – also auch Du! Also gleich abstimmen: klicken - abstimmen - Reef Check und den Riffen helfen!
ACHTUNG: Abstimmen bis 15.11.2011!

Viele Grüße,
Reef Check e.V.

PS: Jeder Internetnutzer darf 3 Stimmen vergeben. Man kann seine 3 Stimmen auch nur einem Verein geben – wir freuen uns, wenn Du uns mit allen 3 Stimmen unterstützt!

Mittwoch, 7. September 2011

Massenauftreten von Dornenkronenseesternen möglich


TaucherVideo
Bei ihren Vorstößen finden Taucher immer häufiger Schäden am Riff
Die Dornenkronen erobern das Riff
Forscher fürchten nach "Yasi" das Schlimmste
Forscher befürchten, dass eine Invasion von Dornenkronen-Seesternen nach dem Zyklon "Yasi" das Great-Barrier-Riff bedroht.
Größere Fluten und Stürme stehen eng im Zusammenhang mit dem Ausbruch von Dornenkornen-Seesternplagen", so Biologin Dr. Suzanne Long. "Man nimmt an, dass durch die Fluten landwirtschaftliche Nährstoffe eingespült werden, die die gezielte Entwicklung von ganz speziellem Phytoplankton fördern, das wiederum die Larven des Dornenkonenseestern gerne fressen. Wenn viele Larven überleben gibt es mehr erwachsene Tiere. Das könnte zu einer verheerenden Dornenkronenseesternplage führen."

Montag, 5. September 2011

Das Eisen von Schiffswracks zerstört Korallenriffe


Black Reefs–When the Ship Hits the Reef


The first time I dived at the remote Kingman Reef, in 2005, I thought I found paradise. In the middle of the Pacific Ocean, almost 2000 km south of Hawaii, lies a pristine coral reef, covered with colorful corals and a carpet of giant clams with unbelievable electric blues and greens. When I returned in 2007, I thought I had entered the dark land of Mordor.

The healthy corals of the windward side of Kingman Reef, permanently washed by the breaking waves, had died, and the reef shifted into a carpet of dark slime – filamentous algae and microbes. The former crystal clear waters were now murky like a swimming pool after turning off the filtration system. We called it the ‘black reef.’
Pristine vs 'black reefs' on the Line Islands. Left column (top to bottom): Kingman Reef, Millennium Atoll, Malden Island (photos by Enric Sala). Right column (top to bottom): Black reef at Kingman, black reef at Millennium, and anchor chain killing corals at Jarvis Island (photos by Gareth Williams, David Obura and Mark Vermeij).