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Freitag, 5. April 2013


Frühere Artenvielfalt im MeerWaffen aus Haizähnen sind Beleg

Haie spielen in der Kultur der Gilbertinseln im Pazifik eine große Rolle. Aus den Zähnen der Meeresräuber fertigten die Bewohner Waffen. Forscher untersuchten jetzt solche Gegenstände - es war für sie wie eine Reise in die frühere Pracht der Korallenriffe.
Vollständiger Artikel auf n-tv


Waffen aus Haizähnen belegen verlorene Vielfalt

Zähne als Beweis für einstige Vielfalt im Meer: Im 19. Jahrhundert zogen zwei Haiarten mehr als heute um die Riffe vor den pazifischen Gilbertinseln. Dies belegen Waffen aus Haizähnen, die in einem Naturkundemuseum ausgestellt sind und von US-Forschern auf ihre Herkunft untersucht wurden.

Vollständiger Artikel auf orf.at

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Mehr Berichte zu den Haiangriffen in Sharm-el-Sheikh, Rotes Meer

Die Hai-Angriffe sind ungewöhnlich und einzigartig

Interview: Monica Fahmy. Aktualisiert am 06.12.2010

(Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Nach dem tödlichen Hai-Angriff im ägyptischen Tauchparadies Sharm al-Sheikh läuft eine fieberhafte Suche nach dem Tier. Rolf Schmidt, Leiter der Tauchbasen Sinai Divers erzählt, wie die Lage vor Ort ist.

Der falsche Fang: Nachdem dieser Hai gefangen worden war, tötete ein anderer Hai eine deutsche Touristin.

Der falsche Fang: Nachdem dieser Hai gefangen worden war, tötete ein anderer Hai eine deutsche Touristin.
Bild: Keystone

Freitag, 26. März 2010

Schlechte Zeiten für Meerestiere – Profit geht vor Artenschutz

Von Georg Heiß und Reinhold Leinfelder

Bei der Generalversammlung der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) hatten Haie, Thunfische und Korallen schlechte Karten: Die meisten Anträge auf Handelsbeschränkungen zum Schutz von Rotem Thun und mehreren Haiarten fanden nicht die erforderliche 2/3-Mehrheit, die nötig wäre, um den Handel mit diesen Arten zu kontrollieren. Ein von Deutschland eingebrachter Antrag, den Handel mit Heringshaien zu kontrollieren wurde zuerst angenommen, auf der Abschlusskonferenz doch noch gekippt. Dass Hammerhai, Weißspitzenhai, Dornhai (Schillerlocken) und der Rote Thunfisch nicht geschützt wurden ist schlichtweg nicht akzeptabel.

Kompletter Beitrag: Schlechte Zeiten für Meerestiere – Profit geht vor Artenschutz auf Vielfalter-Blog

Mittwoch, 3. September 2008

TV-Hinweis Sa, 13.09.08, 03.25 Uhr PHOENIX

Korallenriffe – Gärten der Ozeane

Tropische Fische, urige Schildkröten, bunte Krebse – nirgendwo ist die Unterwasserwelt vielfältiger als im indonesischen Archipel. Zwischen tausenden von Inseln und Atollen ist die höchste Konzentration von Korallenriffen der Welt zu finden. Doch wie funktioniert das komplexe System - handelt es sich um einen geheimnisvollen "Überorganismus"?

Am Äquator ist die Sonne besonders kräftig. Ihre wärmenden Strahlen heizen die Wasseroberfläche auf und sind der Motor für zahlreiche Meeresströmungen. Sie bringen nahrungsreiches Wasser und durchströmen das Labyrinth der Inseln und Inselchen. Hier, in den flachen, lichtdurchfluteten Buchten, gedeihen Korallen, die ihrerseits von mehr als 2.000 Fischarten und vielen anderen Meerestieren besiedelt werden.

Die Konkurrenz zwischen den Lebewesen hat erstaunliche Anpassungen hervorgebracht. So gibt es Fische, die während des Wachstums Form und Farbe ändern, andere können sogar bei Bedarf ihr Geschlecht wechseln. Winzige Seepferdchen ahmen täuschend echt die Zweige von Fächerkorallen nach. Natürlich patrouillieren Haie das Riff. Wenn die Korallen sich vermehren, treiben Millionen winziger Eier im Meer. Eine solche Gelegenheit lassen sich die großen Planktonfresser wie Mantarochen nicht entgehen.

Korallenriffe bestehen aus winzigen Tieren, den Korallenpolypen, die Kolonien bilden. Steinkorallen besitzen die Fähigkeit, Kalk abzusondern, den sie dem Meerwasser entnehmen. Diese Ausscheidungen bilden das Riff, das im Laufe der Zeit gewaltige Ausmaße annehmen kann. Die enorme Produktivität hat ihren Grund, denn die Korallenpolypen leben in Symbiose mit Algen. Sie geben Zucker ab, der das Wachstum der Korallen beschleunigt.

Die komplexen Zusammenhänge dieser Lebensgemeinschaft erstaunen Wissenschaftler immer wieder. Jetzt wirft die Fortpflanzung der Korallen neue, grundsätzliche Fragen auf: Wie lässt sich eine Tierart definieren, wo verlaufen die Grenzen des Artbegriffs? Es wird noch eine Weile dauern, bis Forscher den Gärten der Ozeane all ihre Geheimnisse entlockt haben.

Film von Mark Ferns

Sendetermin Sa, 13.09.08, 03.25 Uhr

Quelle: Phoenix

Samstag, 30. August 2008

TV-Hinweis 4. und 5. 9.2008 ARTE

PROGRAMM INFO (von ARTE)

Donnerstag, 4. September 2008 um 20.15 Uhr
VPS : 20.15
Wiederholungen :
10.09.2008 um 09:55
REVOLUTION AM RIFF
Dokumentation, Deutschland 2005, BR
Regie: Florian Guthknecht


Die Korallenriffe vor der Küste Australiens gehören zu den artenreichsten Ökosystemen der Erde. Aber sie sind durch das Klimaphänomen El Niño und in erheblichem Maß durch menschliche Eingriffe gefährdet. Die australische Regierung versucht mit der Einrichtung eines Nationalparks der Zerstörung der Riffe Einhalt zu gebieten. Im Mittelpunkt der zweiteiligen Dokumentation steht die Juristin und Biologin Kathleen Swalling, die Fischer, Landwirte und Freizeitsportler für den Erhalt der Riffe gewinnen will. Der erste Teil stellt den komplizierten Lebenszyklus der Korallen vor.


(1): Hoffnung für die Korallen

Immer häufiger vernichtet das Klimaphänomen El Niño weltweit Korallen. Die Riffe, neben dem Regenwald die artenreichsten Ökosysteme der Erde, sterben fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. Australien reagiert jetzt mit einer einzigartigen Entscheidung. Als größtes Schutzgebiet der Welt wird der Nationalpark Great Barrier Reef eingerichtet. Er reicht auf einer Fläche so groß wie Deutschland vom Festland bis zum fast 200 Kilometer entfernten Außenriff und verbindet alle Lebensräume, die Einfluss auf das Great Barrier Reef haben. Es ist ein Versuch, die vom Kollaps bedrohte Unterwasserwelt zu schützen. Die Bestände vieler Tierarten gehen dramatisch zurück. So gibt es fast 90 Prozent weniger Seekühe und Schildkröten als noch vor 30 Jahren. Die meisten Speisefischarten sind völlig überfischt, ein Thunfisch kostet inzwischen bis zu 8.000 Euro. Die Juristin und Biologin Kathleen Swalling hilft, diese bedrohte Welt zu retten. Gemeinsam mit ihren Kollegen vom Nationalpark führt sie einen radikalen Kampf gegen politische und rechtliche Widerstände, denn Fischer, Freizeitsportler und Tourismusindustrie bekämpfen das Projekt. Kathleen Swalling jagt illegale Fischer, verhandelt mit den Besitzern riesiger Zuckerrohr- und Bananenplantagen über die Einleitung von Düngemitteln ins Meer, sucht über und unter Wasser mit Wissenschaftlern nach den Ursachen des Korallensterbens, bildet Sporttaucher zu Umweltschützern aus und dokumentiert mit der Kamera die Zerstörung, aber auch die Schönheit der letzten unberührten Riffe. Im Mittelpunkt des ersten Teils der Dokumentation stehen die Korallen und ihr komplizierter Lebenszyklus.



Freitag, 5. September 2008 um 20.15 Uhr
VPS : 20.15
Wiederholungen :
10.09.2008 um 10:40
REVOLUTION AM RIFF
(Deutschland, 2005, 43mn)
BR
Regie: Florian Guthknecht


Die Korallenriffe vor der Küste Australiens gehören zu den artenreichsten Ökosystemen der Erde. Aber sie sind durch das Klimaphänomen El Niño und in erheblichem Maß durch menschliche Eingriffe gefährdet. Die australische Regierung versucht, mit der Einrichtung eines Nationalparks der Zerstörung der Riffe Einhalt zu gebieten. Im Mittelpunkt der zweiteiligen Dokumentation steht die Juristin und Biologin Kathleen Swalling, die Fischer, Landwirte und Freizeitsportler für den Erhalt der Riffe gewinnen will. Der zweite Teil zeigt die Auseinandersetzung der Australierin mit den Menschen, die vom Meer und ihren Bewohnern leben.

Die Australierin Kathleen Swalling begleitet die Küstenwache bei ihren gefährlichen Kontrollfahrten, um illegale Fischer zu stellen. Sie reist mit einem Zierfischfänger, um seine Fangmethoden zu überprüfen.

Die Jagd nach Zierfischen ist zu einem Problem geworden. Der Welterfolg des Kinofilms "Findet Nemo" hat dafür gesorgt, dass überall in den tropischen Gewässern die bunten Rifffische gnadenlos gejagt werden, um sie nach Europa und Nordamerika zu verkaufen.

Auch Haie sind bedroht: 100 Millionen von ihnen werden jährlich von Menschen getötet, weil der Verzehr ihrer Flossen als potenzfördernd gilt. Zwei Drittel aller Speisefischarten sind in ihren Beständen stark gefährdet. Der Fang von einem Kilo Krabben tötet fünfmal mehr Lebewesen, den sogenannten Beifang.

Kathleen Swalling ist am größten Forschungsprojekt Australiens beteiligt, der Erforschung des Meeresbodens und der Fischwelt am Great Barrier Reef. Tauchroboter und Köderkameras stoßen in ungeahnte Tiefen vor und liefern neue Daten aus der Unterwasserwelt. Kathleen Swalling gelangt in die entlegensten Regionen des wohl artenreichsten Ökosystems der Erde. Sie begegnet Sägefischen, die schon als ausgestorben galten, beobachtet den fast sechs Meter langen Tigerhai bei der Jagd und erlebt die Massenhochzeit der Riffbarsche, die das Wasser geradezu zum Kochen bringt. Je mehr sie sieht und erlebt, desto entschlossener ist sie, diese wunderbare Welt zu retten.