Dienstag, 10. November 2009

TV-Hinweis 11.11.2009: Ägypten - Letzte Tage im Paradies

Ägypten - Letzte Tage im Paradies

Wie Tauchtouristen die Unterwasserwelt zerstören

Deutsche Tauchtouristen haben ein neues Paradies entdeckt: die Korallenriffe im Roten Meer. Vier Millionen Sporttaucher kommen inzwischen Jahr für Jahr nach Ägypten, der Großteil aus Deutschland. Die Küste wird zum neuen Mallorca. Dieser Boom hat seine Kehrseite: Die Massen von Tauchern, darunter unzählige Tauchrowdies, zerstören ein einzigartiges Unterwasserparadies.

Auch an Land nimmt die Umweltzerstörung ihren ungehemmten Lauf. Neue Hotelanlagen entstehen, der Müll wird täglich im Meer entsorgt. Eine regelrechte Decke vor allem aus Tonnen von Plastikmüll liegt auf vielen Buchten. Inzwischen wehren sich die Bewohner gegen die rücksichtslosen Touristen und Reiseveranstalter vor allem aus Deutschland. Die Bürger haben sich zur größten Umweltbewegung Ägyptens zusammengeschlossen und wollen die Zerstörung ihrer einzigartigen Unterwasserwelt aufhalten. Doch kann das überhaupt noch gelingen?

SENDETERMINE

Mi, 11.11.09, 20.15 Uhr

Do, 12.11.09, 07.30 Uhr

Do, 12.11.09, 18.30 Uhr

Der Film dokumentiert die letzten Tage in einem bedrohten Paradies: Eindrucksvolle Unterwasseraufnahmen des bekannten Tauchkameramanns Jörg Matzky zeigen die Schönheit, aber auch die Zerstörung der Korallenriffe im Roten Meer. Filmautor Johannes Höflich ist selbst Sporttaucher und hat sich mit Dokumentationen über das Tauchen einen Namen gemacht. Er zeigt den beklemmenden Wettlauf zwischen Umweltschützern und Umweltzerstörern.

Dokumentation von Johannes Höflich und Jo Angerer

Sonntag, 8. November 2009

TV-Hinweis 7.11.2009: Phoenix: Malediven – Ein Paradies geht unter

Malediven – Ein Paradies geht unter

Malediven – Ein Paradies geht unter

Das hässliche Antlitz der Malediven. Ausufernder Massentourismus verursacht riesige Müllmengen, die achtlos am Meer deponiert werden. Giftmüll zerstört die empfindliche Unterwasserwelt und das ökologische Gleichgewicht der Malediven, die auch bei den Deutschen zu den beliebtesten Reisezielen gehören. (Quelle: PHOENIX/ WDR/ Robert Hofrichter)

Die Malediven - Bedrohtes Paradies unter Palmen. Doch die Malediven sind vom Untergang bedroht. Neben dem Anstieg des Meeresspiegels durch die Klimaerwärmung ist daran vor allem der ausufernde Massentourismus schuld. Hotelneubauten für Millionen Touristen zerstören die Korallenriffe, die wie Schutzschilder die Inseln bislang vor Überflutungen bewahrt hatten. Giftmüll bedroht die empfindliche Unterwasserwelt. Sanfter, begrenzter Tourismus könnte den Untergang verlangsamen, vielleicht sogar verhindern. Doch der Präsident der Malediven, Nasheed, seit Oktober 2008 im Amt, plant das Gegenteil: Er will nun alle Inseln für die Touristen öffnen. Mit dem Geld aus dem Massentourismus möchte er Land in Sri Lanka oder Indien für die Bewohner der Malediven kaufen. Nach uns die Sintflut: Jetzt stehen die internationalen Tourismuskonzerne Schlange.

SENDETERMINE

So, 08.11.09, 20.15 Uhr

Mo, 09.11.09, 07.30 Uhr

Korallenriffe bewahrten bislang wie Schutzschilder die Inseln vor ÜberflutungenKann der Untergang der Inseln überhaupt noch verhindert werden? Für die story-Sendereihe „Bedrohte Paradiese“ begleiten die Autoren eine Malediven-Expedition des renommierten Salzburger Meeresbiologen Robert Hofrichter. Eine Reise zu den Zentren des Massentourismus und zu unberührten Atollen im Indischen Ozean. Eindrucksvolle Unterwasseraufnahmen des bekannten Tauchkameramannes Jörg Matzky zeigen die Schönheit der Korallenriffe – und die Bedrohung, der sie ausgesetzt sind.

Ein Film von Johannes Höflich und Jo Angerer

Mittwoch, 28. Oktober 2009

ARTE-TV: Die Moken - An den Ufern der Andamanensee

Auf einer abgelegenen Inselgruppe der Andamanensee zwischen Birma, Thailand und Malaysia lebt das Volk der Moken, das einem archaisch-animistischen Glauben verpflichtet ist. Es ist ein Volk von Seenomaden, das seinen Lebensunterhalt vor allem durch das Sammeln von Muscheln in Küstennähe, die Jagd und den Verzehr von Yamswurzeln sichert.

Auf einer abgelegenen Inselgruppe der Andamanensee zwischen Birma, Thailand und Malaysia lebt das Nomadenvolk der Moken. Auf ihren aus einem einzigen ausgehöhlten Baumstamm hergestellten Booten sind diese Seenomaden einem Leben am und auf dem Meer verhaftet und die Muschelsuche gehört traditionell zu den Grundlagen ihres Nahrungserwerbs. Das Volk der Moken ist von einem stark animistischen Glauben beseelt und pflegt Riten mit seltsam anmutender Symbolik, darunter das Opfer vor dem "Pfahl der Vorfahren".
Die Moken werden von der birmanischen Militärjunta verfolgt und bespitzelt, denn diese will Seenomaden mit aller Gewalt und im Widerspruch zu deren traditioneller Lebensweise sesshaft machen.

(Frankreich, 2006, 43mn)
ARTE F
Regie: Franck Desplanques, Pascal Sutra Fourcade

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Bedrohte Südsee-Oasen: Sonderausstellung im Linden-Museum Stuttgart

Sonderausstellung im Linden-Museum:

Leben und Überleben auf den Inseln im West-Pazifik


Stuttgart. Das Linden-Museum Stuttgart zeigt von 5. Dezember bis 6. Juni 2010 die Sonderausstellung "Südsee-Oasen: Leben und Überleben im Westpazifik".

Mikronesien, das sind ungezählte Inseln, von Palmen umsäumte Sandstrände, bunte Unterwasserwelten - die europäische Vorstellung eines Traumurlaubs. Gleichzeitig ist die Inselwelt ein Brennpunkt des globalen Klimawandels: Das Korallensterben bedroht die Riffe, Sturmfluten die Bewohnbarkeit einzelner Inseln und den Lebensraum ganzer Staaten.

Die Ausstellung verbindet die Sicht auf die faszinierende Unterwasserwelt der Korallen, Atolle und Riffe mit Fragen nach dem traditionellen Leben und Überleben in dieser Inselwelt. Sie beleuchtet die Deutung und Nutzung der Umwelt, die sozialen Strukturen und die besonderen kulturellen Leistungen in Bootsfahrt und Navigation, Architektur, Kunst und Design, die diesem Leben sein ganz besonderes Gepräge gaben und geben.

Weltbild und Kultur der Mikronesier spiegeln die Bedingungen der Umwelt. Die überregionale Vernetzung durch Hochseereisen war Teil der Überlebensstrategie.

Zentrum dieses Ausstellungsteils ist ein bei Führungen für die Besucher zugängliches Auslegerkanu in originaler Größe von Yap, das den Modellen und dem Segelzubehör der Sammlung Dimension und Fokus gibt. Film- und Videosequenzen verdeutlichen die Lebensräume Land und Meer und machen Bootsbau, Sternenkompass und Segeltechniken in ihrer Komplexität erfahrbar.

Die Welt der Götter und Geister wird durch ein originales "Götterhaus" von Palau, durch Skulpturen, Masken und Segelzauber lebendig, mit denen man jenseitige Kräfte mobilisierte, ergänzt durch Blütenkränze, mit denen die Frauen vielerorts ihre Verbindung zu Geistern und Ahnen demonstrieren. Große Zeremonialschalen, Tanzschmuck, Kleidung und Geldformen ermöglichen einen Blick auf die großen Feste, die bis heute die Stationen des individuellen Lebens - Geburt und Tod - und die Einweihung von Versammlungs- und Bootshäusern begleiten. Rüstungen und Waffen von Kiribati verweisen auf den vormals kriegerischen Aspekt mikronesischer Kulturen.

Fränkische Nachrichten
21. Oktober 2009

Samstag, 17. Oktober 2009

Korallenriffe sind bis zu 1,2 Mio. Dollar pro Hektar wert

DIVERSITAS-Konferenz bewertet Kosten beim Erhalt von Ökosystemen

[Pressefoto anzeigen]
Kapstadt/München (pte/16.10.2009/15:55) -Korallenriffe sind zwischen 130.000 und 1,2 Mio. Dollar pro Hektar wert. Zu diesem Schluss kommen Wirtschaftsexperten bei der heute, Freitag, in Kapstadt endenden Konferenz Programme on Biodiversity (DIVERSITAS) http://www.diversitas-osc.org.

Kabinett der Malediven tagt auf dem Meeresboden

Das hat es noch nie gegeben. Sechs Meter unter der Meeresoberfläche versammeln sich die Regierungsmitglieder der Malediven zu einer Protest-Sitzung. So wollen sie auf den Klimawandel aufmerksam machen. Das Kabinett verabschiedete einen Aufruf zur Reduzierung des Kohlendioxid- Ausstoßes.
Foto: AP

Freitag, 9. Oktober 2009

Film: Auf den Spuren der Tiefseekorallen (EuroNews)

Zahllose Korallenriffe verbergen sich in den Tiefen der Ozeane. Viele von ihnen werden zur Zeit zum ersten Mal untersucht.